Isotonisches Bier nach dem Sport wirklich gesund?

Alkoholfreies Bier? Das klingt ja wie vegane Currywurst oder Elektro-Roller fahren. Irgendwie lahm und nicht sonderlich begeisternd. Doch alkoholfreies Bier in Zusammenhang mit Sport ist wohl einer der besten Einfälle seit der Erfindung des Marathons. Denn es ist isotonisch und damit ideal als Getränk für Sportler geeignet.

Isotonisches Bier? Voll mit Nährstoffen!

Zuerst zu den Grundlagen der isotonischen Getränke. Jeder spricht davon, tatsächlich wissen allerdings die Wenigsten was damit wirklich gemeint ist. Isotonische Getränke sind in ihrer Zusammensetzung dem menschlichen Blut möglichst ähnlich.

Logischerweise geht es dabei weniger um rote oder weiße Blutkörperchen als viel mehr um das Verhältnis von Flüssigkeit zu enthaltenen Nährstoffen. Vereinfacht gesagt ist ein isotonisches Getränk genauso „salzig“ wie Blut. Das heißt, dass der osmotische Wert des Getränks dem des Bluts entspricht.

Wer sich noch grau an den Schulunterricht erinnern kann, kennt vielleicht noch die pflanzliche Osmose: Dabei gibt es eine Zelle mit Flüssigkeit und Flüssigkeit außerhalb. Ist die äußere salziger, so trocknet die Zelle aus. Andersherum saugt sich die Zelle voll. Sind beide gleich salzig, so kann eine Austausch der Flüssigkeiten reibungslos geschehen. Daher werden isotonische Getränke mitsamt enthaltenen Nährstoffen wesentlich schneller aufgenommen.

Findige Hersteller kamen daher auf Ideen wie Powerade und seine abartigen Brüder. Wer auf blaue Zungen steht, der darf gern zugreifen. Mir erscheint es da sinnvoller auf Bier hinzuweisen. Das ist nämlich auch isotonisch und geizt nicht gerade mit Kohlehydraten.

Alkoholfreies Bier nach dem Sport?

Genau die sind besonders bei längerer Anstrengung wichtig. Beispielsweise werden bei längeren Läufen zuerst die muskelinternen Energiespeicher aufgebraucht und anschließend die Kohlehydrate. Wenn diese vollständig verbraucht sind, geht der Körper an die Fettreserven. Leider will der durchschnittliche Marathonläufer nicht unbedingt abnehmen, sondern eher weiter mit voller Power durchlaufen. Daher braucht er vor vollständiger Leerung der Kohlehydratspeicher erneut Energiezufuhr. Dies geschieht im Idealfall über ein isotonisches Getränk, das die beim Schwitzen verlorenen Mineralien und die verbrannten Kohlenhydrate zumindest teilweise ergänzt.

Nun fällt es vielen Sportlern schwer, während der Aktivität vier Bier zu trinken. Außerdem leidet regelmäßig die Konzentration unter den Promillewerten. Und wem das weniger ausmacht, der zählt wahrscheinlich eher zu den „Sportlern“, die vornehmlich auf der Zuschauerbank sitzen und vieles besser wissen. Hier kommt das alkoholfreie Bier ins Spiel, das ebenso isotonisch ist und eben nicht betrunken macht. Eigentlich ideal für Sportler, denen die bunten Iso-Drinks zum Hals heraushängen. Somit ist (alkoholfreies) Hefeweizen auch quasi den Health Drinks zuzuordnen.

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